Leistungszahl COP (Coefficient of Performance), auch
Leistungszahl ε (Epsilon)
Die Leistungszahl gibt das Verhältnis zwischen der Wärmeleistung (kW), die ans Heiznetz abgegeben wird und der aufgenommenen elektrischen Leistung der Wärmepumpe (kW) an.
Die Leistungszahl gilt jedoch nur für einen bestimmten Betriebspunkt, sie ändert sich permanent je nach Quellen- und Heizungsvorlauftemperatur.
Elektro-Wärmepumpen neuerer Bauart erzielen (je nach Wärmequelle) Leistungszahlen zwischen 3,5 und 5,5.
Pro kWh Strom werden also 3,5 bis 5,5 kWh Heizwärme erzeugt.
Die Leistungszahl ist umso besser, je kleiner die Temperaturdifferenz zwischen der Heizwassertemperatur (Vorlauftemperatur) und der Wärmequellentemperatur ist.
Beispiel:
Eine Leistungszahl von z. B. 4 bedeutet, dass man für 1 kW eingesetzte Antriebsleistung, das Vierfache (4 kW) an kostenloser nutzbarer Wärmeleistung erhält.
Die Leistungszahl lässt allerdings die Leistung elektrischer Hilfsaggregate, die nicht unmittelbar zum Wärmepumpen-Prozess gehören, unberücksichtigt (etwa Heizungsumwälzungspumpen, Grundwasser-Förderpumpen).
Der COP-Wert gibt auch die Leistungen von Hilfsaggregaten, die Abtau-Energie und die anteilige Pumpenleistung für Heizungs-, Sole- und Grundwasser-Förderpumpen wieder.
Damit ist der COP-Wert ein Gütekriterium für Wärmepumpen. Prüfinstitute ermitteln diesen Wert nach einer definierten Messmethode (DIN EN 255).
Leistungszahl und COP-Wert erlauben allerdings keine energetische Bewertung der Gesamtanlage.
Sie sind nur eine Momentaufnahme eines bestimmten Wärmepumpentyps bei günstigen Betriebsbedingungen (z. B. bei 35°C Vorlauftemperatur). Wesentlich aussagefähiger ist die Jahresarbeitszahl.
MD (measured depth)
siehe Teufe
Niederbringen
Errichtung bzw. Vorantreiben einer Bohrung.
NH3, Ammoniakgemisch
siehe Kältemittel
Nutzungsgrad
Die wichtigste Wärmepumpen-Kennzahl ist der Nutzungsgrad.
Er ist das Maß für die in einer Heizperiode tatsächlich verwendete Menge an Energie, die in einem Energieträger gespeichert ist.
Er wird über einen längeren Zeitraum bestimmt. Der Wirkungsgrad dagegen wird nur in einem Betriebspunkt gemessen. Er ist in der Regel höher als der Nutzungsgrad, weil der Wirkungsgrad aufgrund des optimalen Betriebszustandes bestimmt wird.
So hat ein Ölkessel beispielsweise bei Volllast am Prüfstand einen Wirkungsgrad von 85 Prozent.
Unter realen Nutzungsbedingungen erreicht er über eine Heizperiode möglicherweise lediglich einen Nutzungsgrad von 60 Prozent, denn er wird fast nie im optimalen Betriebspunkt betrieben, sondern immer nur im Teillast- oder Taktbetrieb.
Die Beurteilung einer Wärmepumpe sollte also nicht alleine über deren Wirkungsgrad getroffen werden, sondern sollte über die Betrachtung des gesamten praxisrelevanten Betriebsbereiches und aller Wärmepumpen-Kennzahlen erfolgen.
ORC (Organic-Rankine-Cycle)
Nach William John Macquorn Rankine benanntes Verfahren zum Betrieb von Dampfturbinen ohne Wasserdampf. Als Arbeitsmittel werden organische Flüssigkeiten mit einer niedrigen Verdampfungstemperatur verwendet (s. auch Kalina-Prozess).


