EEG
Erneuerbare-Energien-Gesetz bildet ein Instrument für den Vorrang von Strom aus allen erneuerbaren Energieträgern wie Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie, Klär-, Gruben- und Deponiegas.
Einspeisungsvergütung
siehe auch: Stromeinspeisungsvergütung
Emission
Emission (lat. emittere - herausschicken, heraussenden) bedeutet allgemein Austrag, zum Beispiel von Schadstoffen, Reizstoffen, oft auch natürlichen Allergenen, aber auch von Lärm, Licht, Strahlung oder Erschütterungen, aus/von einer entsprechenden Quelle (= Emittent). Beispiele sind gasförmige Schadstoffemissionen aus Autos oder Schornsteinen, flüssige Emissionen aus Altlasten, staubförmige Emissionen von Halden oder Lärm-Emissionen.
Jede Emission hat eine Immission (Eintrag) in ein Umweltmedium zur Folge.
Ein wesentliches Ziel des Umweltschutzes ist es, schädliche Emissionen möglichst abzustellen oder so weit wie möglich zu reduzieren, um so zum einen Umweltverschmutzung wie Luftverschmutzung, Bodenverschmutzung oder Gewässerverschmutzung zu vermeiden und zum anderen Menschen vor Belastungen in Wohnräumen und Arbeitsräumen zu schützen.
Energieeinsparverordnung
Die Energieeinsparverordnung (EnEV), die am 1. Februar 2002 in Kraft trat,
fasst die bisherige Wärmeschutzverordnung und die Heizungsanlagen-Verordnung (Gebäude, Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung) zusammen;
erhöht das Anforderungsniveau bei Neubauten gegenüber dem bisherigem Standard um etwa 30 Prozent;
legt die neuesten europäischen und deutschen technischen Normen zugrunde;
passt die Anforderungen an Altbauten dem technischen Fortschritt an und
erhöht des Weiteren durch Ausweitung der Anwendungsbereiche für den Energie- und Wärmebedarfsausweis die Transparenz für Gebäudeeigentümer und Mieter.
Erdwärme
siehe: Geothermie
Erdwärmesonden
Erdwärmesonden sind geschlossene Rohrsysteme, welche in Bohrungen bis zu einigen hundert Metern Tiefe in den Boden eingebracht werden. Jedoch gilt ab einer Tiefe von 100 m in Deutschland das Bergrecht, was durch Genehmigungsverfahren zu Problemen führen kann.
Deshalb sind Erdwärmesonden zumindest in Deutschland selten tiefer als 100 m. Das zirkulierende Medium ( Ammoniak oder Ammoniak-Gemisch) entzieht dem umgebenden Boden Wärme. Im Unterschied zur Nutzung von warmen oder
heißen Wässern aus dem tiefen Untergrund kann Wärme aus dem flacheren Untergrund gewöhnlich nur mit Hilfe von Wärmepumpen genutzt werden. Mit Hilfe der Wärmepumpe wird die Wärme dem Sondenkreislauf entzogen, auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und zur Beheizung von Gebäuden gebraucht. Auch in weniger tiefen und relativ kälteren oberflächennahen Bereichen bei Temperaturen zw. 7 und 11°C kann mittels Erdwärmesonden ein breites Anwendungsspektrum in kleinen und mittleren dezentralen Anlagen zur Bereitstellung von Wärmeenergie und Klimakälte für Ein- oder Mehrfamilienhäuser, Wohnblocks, Gebäudegruppen, Krankenhäuser, Schulen oder Gewerbebetriebe genutzt werden. In Deutschland werden Erdwärmesonden normalerweise in Tiefen zwischen 50 - 100 m
abgeteuft, in Nordamerika, Schweden oder der Schweiz auch bis zu 150 m. Weniger tiefe Erdwärmesonden mit 10-15 m Bohrtiefe dienen häufig zur Speicherung von Solarwärme.
Erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien - auch regenerative oder alternative Energien genannt - sind Energieträger/-quellen, die sich ständig erneuern bzw. nachwachsen und somit nach menschlichem Ermessen unerschöpflich sind. Hierzu zählen: Sonnenenergie (mit den indirekten Formen Biomasse, Wasserkraft, Windenergie, Umgebungswärme etc.) sowie Erdwärme (Geothermie) und Gezeitenenergie.
siehe auch: Erdwärme
FCKW
Abkürzung für Fluorchlorkohlenwasserstoffe. FCKW sind in hohem Maße für die Zerstörung der Ozonschicht verantwortlich, da sie in der Atmosphäre in großer Höhe vom energiereichen Sonnenlicht gespalten werden und Chlorverbindungen entstehen, die das Ozon angreifen und zerstören (Ozonloch).
Flachbohrungen, oberflächennahe Geothermie
Geothermische Energie kann als Energiequelle zur Erzeugung von Wärme und Strom genutzt werden, wobei zwischen der Nutzung der oberflächennahen Geothermie (mit Hilfe von Sonden zu Heizzwecken) und der Tiefengeothermie (mit Hilfe von Tiefbohrungen zur Strom- und Wärmegewinnung) unterschieden wird.
Die Temperatur der Erde in einer Tiefe von 10 - 20 Metern beträgt in Mitteleuropa durchschnittlich etwa 10 - 12 °C. In den oberflächennahen Schichten beeinflusst die Witterung die Erdtemperatur. Auf jeden Quadratmeter Erdoberfläche wirken jährlich rund 1100 kWh Sonnenenergie ein. In tieferen Erdschichten überwiegen geothermische Einflüsse, die Erdmasse erwärmt sich alle 33 m Tiefe um etwa 1 °C.
Fluid, Kältemittel
Als Injektionsfluid wird ein Ammoniak-Dimethylether-Gemisch eingesetzt. Ammoniak und Dimethylether bilden ein Azeotrop. Die Ammoniak-Konzentration des Azeotrops beträgt 60 Massen %. Das bedeutet, dass im Bereich dieser Konzentration das Gemisch wie ein reiner Stoff behandelt werden kann. Dadurch tritt keine Konzentrationsverschiebung bei Kondensation und Verdampfung oder bei Leckagen auf. Weil die molare Masse des Gemisches 23 beträgt, wurde es als Kältemittel R723 nach DIN 8960 bezeichnet.
Fluid, auch Sammelbegriff für Wässer aus Tiefengesteinen, die gelöste Salze und/oder Gas enthalten.
Geothermie
In den oberen, zugänglichen Teilen der Erdkruste gespeicherte Erdwärme. Bezeichnung für die in der Erde gespeicherte Energie, soweit sie entzogen und genutzt werden kann. Teil der regenerativen Energien.
Geothermischer Gradient
Gradient, der den Anstieg der Temperatur mit zunehmender Tiefe angibt. Der Anstieg beträgt durchschnittlich 3°C / 100m.


